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Autofahren mit Welpe: Vom Schoß über die Rückbank bis zur Alubox

Wir dachten erst, ein Hundesitz auf der Rückbank wäre perfekt. Dann kam die Stoffbox. Und am Ende wurde ausgerechnet die Alubox im Kofferraum die Lösung, mit der Honey und wir am entspanntesten fahren.

Honey in ihrer Alubox im geöffneten Kofferraum am Strand in Dänemark

Als Honey bei uns einzog, war sie winzig. Wirklich winzig. Bei den ersten Autofahrten lag sie deshalb meistens bei mir auf dem Schoß. Spätestens für längere Strecken war uns aber klar: Wir brauchen einen festen Platz für sie – und mussten erstmal herausfinden, welcher überhaupt zu uns passt.

Am Anfang: Honey auf dem Schoß

In den ersten Wochen war Honey noch so klein, dass sie bei vielen Autofahrten einfach bei mir mitfuhr. Vor allem am Anfang wollte ich sie gerne nah bei mir haben und im Blick behalten.

Ich konnte direkt sehen, ob sie nervös wurde, ob ihr vielleicht schlecht war oder ob sie einfach nur schlafen wollte.

Und meistens? Schlief sie.

Damals war sie aber auch noch ein kleiner Hund, der sich problemlos auf meinem Schoß zusammenrollen konnte. Uns war ziemlich schnell klar, dass das mit zunehmender Größe keine dauerhafte Lösung sein würde.

Die kleine Honey liegt bei einer ihrer ersten Autofahrten auf dem Schoß
Eine der allerersten Fahrten: Honey war noch so klein, dass sie fast komplett auf dem Schoß verschwand.

Unser erster Versuch: ein Hundesitz für die Rückbank

Unsere erste Idee war ein Hundesitz für die Rückbank.

Wir fanden den Gedanken eigentlich ziemlich schön: Honey sitzt hinter uns, wir können sie zwischendurch sehen und sie ist trotzdem an ihrem eigenen Platz. Da wir aber überhaupt nicht wussten, ob das für sie funktionieren würde, wollte ich nicht direkt viel Geld dafür ausgeben.

Also haben wir über Kleinanzeigen einen gebrauchten Hundesitz für ungefähr 10 Euro gekauft.

Und zum Glück war er günstig. 😄

Denn Honey hatte ungefähr alles mit diesem Sitz vor – außer darin zu sitzen.

Mal lag sie daneben, mal halb davor und teilweise hing sie mit dem Anschnallgurt so ungünstig, dass sie halb Richtung Fußraum rutschte. Wirklich entspannt wirkte die ganze Konstruktion weder für Honey noch für uns.

Honey im Hundesitz auf der Rückbank
Der Rückbanksitz klang für uns erst perfekt. Honey sah das etwas lockerer und lag gern überall – nur nicht so, wie wir es uns vorgestellt hatten.

Wir hätten natürlich noch länger daran arbeiten können. Aber irgendwann haben wir uns gefragt, ob wir gerade versuchen, den Hund an unsere ursprünglich gedachte Lösung anzupassen, obwohl diese Lösung für uns alle offensichtlich nicht besonders gut funktioniert.

Also haben wir den Hundesitz wieder verworfen.

Unser nächster Versuch: Honeys Schlafbox auf der Rückbank

Als Nächstes haben wir versucht, Honeys Schlafbox beziehungsweise Stofftransportbox auf der Rückbank zu nutzen.

Das hatte für uns erstmal verschiedene Vorteile.

Zum einen fanden wir die Idee praktisch, dass die Box dann sowieso immer dabei ist. Bei Familienbesuchen oder unterwegs hätten wir sie einfach aus dem Auto holen können und Honey hätte direkt ihren gewohnten Rückzugsort gehabt. In der Theorie klang das super – in der Praxis hat sich dieser Plan für uns aber später als weniger funktional erwiesen.

Außerdem konnte Honey weiterhin auf der Rückbank in unserer Sicht und Reichweite mitfahren, ohne einen zu großen freien Bewegungsradius zu haben. Sie hatte trotzdem genug Platz, um sich in der Box ganz entspannt auszustrecken und zu schlafen.

Und die ersten Erfahrungen damit waren tatsächlich ziemlich gut.

Dann entdeckte Honey, wie sie uns hinten beschäftigen kann

Nach den ersten guten Fahrten kamen aber zunehmend Nachteile zum Vorschein.

Zuerst fing Honey während der Fahrt immer wieder an zu bellen – in einem extrem hohen und lauten Ton. Wir erschraken uns, die Ohren klingelten und irgendwann waren wir ehrlich gesagt einfach genervt.

Und Honey hatte ziemlich schnell verstanden, wie dieses Spiel funktioniert.

Wenn die mich anschaut und sich umdreht, gibt es etwas Leckeres. Wenn ich belle, dreht sie sich um. Also belle ich, damit sie sich umdreht – und mir vielleicht etwas Leckeres gibt.

Denn natürlich wollte ich die guten und ruhigen Momente in der Box belohnen. Aus Honeys Sicht war meine Aufmerksamkeit damit vermutlich selbst schon Teil der Belohnung.

Aber nicht mit uns. 😄

Eine Decke über der Box half erstaunlich gut. Sobald Honey weder mich sehen konnte noch ich sie, kam sie deutlich schneller zur Ruhe und schlief.

Wir wollten ihre Schlafbox nicht negativ besetzen

Dann kam allerdings das nächste Problem.

Genau wie später teilweise am Abend zuhause begann Honey beim Schließen der Box richtig unfreundlich zu werden. Sie knurrte, zeigte Zähne und stürmte gegen die Hände, die den Reißverschluss schließen wollten.

War der Reißverschluss erstmal zu, war meist auch wieder alles gut. Aber für uns war das keine Lösung auf Dauer.

Vor allem wollten wir nicht riskieren, die positive Verknüpfung mit ihrer bis dahin vertrauten Schlafbox kaputtzumachen. Diese Box sollte zuhause weiterhin ein guter und sicherer Ruheort für Honey bleiben.

Und unsere erste längere Autofahrt rückte immer näher.

Für den ersten Urlaub musste eine neue Lösung her

Unser erster gemeinsamer Urlaub sollte nach Dänemark gehen. Das bedeutete ungefähr 4,5 Stunden Autofahrt.

Spätestens da war klar: Wir brauchen etwas, das nicht nur theoretisch gut klingt, sondern für Honey und für uns wirklich funktioniert.

Also schauten wir uns nach einer Transportmöglichkeit für den Kofferraum um und entschieden uns schließlich für eine Alubox.

Das war natürlich eine ganz andere Investition als unser 10-Euro-Kleinanzeigen-Hundesitz. Im Nachhinein gehört sie für uns aber zu den Anschaffungen, bei denen ich sagen würde:

Das würden wir wieder genauso machen.

Die Alubox kam erstmal ins Wohnzimmer

Wir wollten die Box nicht einfach ins Auto stellen, Honey hineinsetzen und dann direkt mehrere Stunden nach Dänemark fahren.

Deshalb stand sie erstmal bei uns im Wohnzimmer.

Die Tür blieb offen und Honey durfte sie in Ruhe kennenlernen. Wir haben Leckerlis hineingelegt, sie neugierig schauen lassen und keinen großen Druck daraus gemacht.

Die Box sollte nicht bedeuten: „Oh nein, jetzt werde ich eingesperrt und wir fahren stundenlang Auto.“ Sie sollte erstmal einfach ein weiterer Ort sein, an dem etwas Gutes passiert.

Honey liegt entspannt in der geöffneten Alubox im Wohnzimmer
Bevor die Box ins Auto kam, stand sie erstmal offen im Wohnzimmer. Honey durfte sie in Ruhe kennenlernen.

Das hat bei Honey zum Glück ziemlich unkompliziert funktioniert. Sie ist grundsätzlich neugierig und probiert neue Dinge meistens recht mutig aus. So konnten wir die Box Stück für Stück positiv mit ihr verknüpfen.

Dann kam die erste große Fahrt

Und irgendwann war er da: unser erster gemeinsamer Urlaub.

Auto gepackt, Honey in ihre Box – und los Richtung Dänemark.

Ich war ehrlich gesagt selbst gespannt, wie das funktionieren würde. Die Vorstellung, sie plötzlich mehrere Stunden hinten im Kofferraum zu haben, war für mich erstmal ungewohnt. Schließlich hatte sie vorher häufig direkt bei mir oder zumindest auf der Rückbank mitgefahren.

Aber es passierte genau das Gegenteil von dem, was ich vielleicht befürchtet hatte:

Honey kam mit der Alubox richtig gut zurecht.

Sie hatte ihren festen Bereich, konnte sich hinlegen und schlafen und wir mussten während der Fahrt nicht ständig kontrollieren, wo sie gerade herumturnt oder ob sie wieder versucht, unsere Aufmerksamkeit zu bekommen.

Für uns wurde die Autofahrt dadurch deutlich entspannter.

Warum die Alubox für uns am besten funktioniert

Mittlerweile ist die Alubox für uns einfach Honeys Platz im Auto.

Was für uns den größten Unterschied macht: Es gibt keine Diskussion darüber, wo Honey während der Fahrt sein soll.

Kein Herumrutschen auf der Rückbank, kein „eigentlich sollst du doch in deinem Sitz liegen“ und kein Versuch, eine Stoffbox, die zuhause ihr Schlafplatz ist, gleichzeitig noch als dauerhafte Autolösung funktionieren zu lassen.

Sie kommt in ihre Box und weiß inzwischen ziemlich genau: Jetzt wird Auto gefahren.

Ich glaube, genau diese Klarheit macht es für uns alle leichter.

Und dann sitzt man plötzlich gemeinsam im Kofferraum am Strand

Einer meiner liebsten Momente aus unserem ersten Urlaub hat mit der Box eigentlich gar nichts mehr mit Autofahren zu tun.

Honey hatte am Strand gespielt und war herumgeflitzt, bis sie irgendwann einfach komplett kaputt war.

Also saßen wir gemeinsam im offenen Kofferraum, haben den Strand und den Sonnenuntergang angeschaut und Honey konnte sich in ihre Box zurückziehen.

Honey in ihrer Alubox im offenen Kofferraum am Strand in Dänemark
Nach dem Spielen am Strand war Honey fertig – also haben wir gemeinsam im offenen Kofferraum gesessen und den Abend ausklingen lassen.

Da war die Box plötzlich nicht mehr nur irgendeine Transportlösung, sondern einfach ein vertrauter Platz, der auch im Urlaub dabei war.

Was wir heute anders machen würden

Rückblickend würde ich nicht versuchen, direkt die eine perfekte endgültige Lösung für einen frisch eingezogenen Welpen zu kaufen.

Gerade am Anfang weiß man noch überhaupt nicht, wie der eigene Hund auf Autofahren oder auf einzelne Transportlösungen reagiert.

Deshalb fand ich unsere Entscheidung, den ersten Rückbanksitz gebraucht für 10 Euro zu kaufen, im Nachhinein eigentlich ziemlich gut. Es tat nicht besonders weh, als wir gemerkt haben: Das ist einfach nichts für uns.

Bei Dingen, aus denen ein Welpe herauswachsen kann oder bei denen man überhaupt noch nicht weiß, ob das Konzept zum eigenen Hund passt, würde ich deshalb auch heute erstmal günstig oder gebraucht testen.

Bei der Lösung, die dann dauerhaft bleiben sollte, war uns Qualität dagegen wichtiger.

Unser Fazit

Schoß → Hundesitz → Stoffbox → Alubox

Unser Weg war nicht besonders geradlinig. Aber genau dadurch haben wir herausgefunden, was im Alltag wirklich zu Honey, zu uns und zu unserem Auto passt.

Wie so oft mit Honey hatten wir am Anfang eine Vorstellung davon, wie etwas funktionieren könnte – und Honey hatte ihre eigene Meinung dazu.

Der Hundesitz auf der Rückbank klang für uns erstmal perfekt. In der Realität war er es nicht.

Die Stoffbox hatte echte Vorteile und funktionierte zunächst sogar gut. Langfristig wollten wir aber nicht riskieren, ihren Schlafplatz negativ zu besetzen.

Und die Alubox klang für mich anfangs vielleicht etwas unpersönlicher, weil Honey plötzlich nicht mehr direkt neben uns saß. In der Realität hat sie unsere Autofahrten aber für alle Beteiligten deutlich entspannter gemacht.

Deshalb würde ich heute viel weniger Druck darauf legen, schon vor dem Einzug jede endgültige Lösung gefunden zu haben.

Vieles ergibt sich erst, wenn man den eigenen Hund im Alltag wirklich kennenlernt.

Mehr zu unserer Ausstattung: Die Alubox nehmen wir auch in unsere Ausstattungsseite auf. Und im Welpen-Starterpack erzählen wir, warum wir gerade bei Dingen, die erstmal nur ausprobiert werden, gerne günstig oder gebraucht starten.

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